
- Geologische Knappheit:
Aufgrund bekannter geologischer Resourcen und Reserven der Metalle lassen sich mit sog. Hubbert-Kurven optimistische und
pessimistische Szenarien konstruieren, die allesamt andeuten, dass die jährlichen Höchstförderraten (Peaks) in wenigen
Jahren erreicht sein werden.
In den folgenden Grafiken stellen die blauen Punkte die tatsächliche Ist-Förderung der
Vergangenheit dar und die farbigen Glockenkurven die möglichen Verläufe der zukünftigen Produktion.

Auch die Vereinten Nationen (United Nations Environment Programme, abgekürzt UNEP) mahnen an, dass das Recycling
stark ausgebaut werden muss, da sonst in der Zukunft die Metalle nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung
gestellt werden können.
- "Politische" Chancen:
60% des Indiums z.B. stammt aus China, welches bereits Exportbeschränkungen erlassen hat:
Für Gallium nennt die USGS keine expliziten länderspezifischen Produktionsdaten,
als Hauptförderländer werden jedoch (neben Deutschland) China, Kasachstan und die Ukraine genannt, die nicht dem westlichen Machtblock
zugerechnet werden können. In Zukunft ist demnach mit einer wachsenden politischen Abhängigkeit der mitteleuropäischen, rohstoffarmen
Hochtechnologieländer zu rechnen.
- Stark steigende Nachfrage:
Laut der Studie Rohstoffe für Zukunftstechnologien des Bundeswirtschaftsministeriums
wird die Nachfrage nach diesen Technologiemetallen aufgrund von Schlüsseltechnologien in den kommenden beiden Jahrzehnten sehr stark ansteigen.
Die Nachfrage aus diesen Technologien nach Indium wird sich laut der Studie verachtfachen, die Nachfrage nach Gallium von
28 auf 603 Tonnen pro Jahr ver-21-fachen. Aus welchen Quellen diese Nachfrage befriedigt werden soll, bleibt in der Studie offen.
Spezifische Risiken der Technologiemetalle